„Hätt‘ ich dich heut erwartet hätt‘ ich Kuchen da…“ Gegen die AFD und ihre rechte Hetze am Halitplatz!

Wir möchten gerne diesen kurzfristigen Aufruf mit euch teilen:

Am 22.03.2017 um 19:00 Uhr trifft sich der AFD – Stadtverband Kassel zu
einer offenen Veranstaltung mit der stellvertretenden
AFD-Bundesvorsitzenden Beatrix von Storch und der hessischen
Spitzenkandidatin Mariana Harder-Kühnel im Philipp-Scheidemann-Haus am
Halitplatz. Die Veranstaltung ist inhaltlich nicht weiter beworben,
allerdings dürften die Positionen der AFD einschlägig bekannt sein.
Nach wie vor ist die AFD ein Sammelbecken für rassistische, sexistische
und antisemitische Politik. Sie verbreitet rechte Parolen und erfreut
sich dabei der Unterstützung aus der bürgerlichen Mitte. Durch
Sprachrohre wie Björn Höcke oder eben auch Beatrix von Storch versucht
sie, völkische und nationalistische Ideen salonfähig zu machen und die
deutsche Geschichte zu relativieren. Wer anders denkt, wird durch
Drohungen oder Diffammierungen mundtot gemacht.
Also nicht, dass es nicht genug Gründe gäbe, sich der AFD
entgegenzustellen, wo es nur geht. Aber die Auswahl des Orts dieser
Veranstaltung ist besonders zynisch.
Die Halitstraße ist ein Ort der Vielfalt und war deshalb in der
Vergangenheit schon Ziel von rassistischen Angriffen. Der Halitplatz ist
ein Ort des Gedenkens an Halit Yozgat, der hier vor 11 Jahren vom NSU
ermordet wurde. Nun möchte hier die AFD Raum bekommen um ihre
rassistische Hetze zu verbreiten?
Wir sagen NEIN!
Wir rufen auf, laut zu sein und der AFD und ihrer Politik eine Absage zu
erteilen! Kommt deswegen morgen,
22.03.2017
18:00 Uhr
zum Philipp Scheidemann Haus am Halitplatz

Aufruf zur Demo am 6.4. | Kein nächstes Opfer! NSU-Komplex auflösen! | Bir kurban daha istemiyoruz! NSU kompleksi dağıtılsın!

Hervorgehoben

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Demonstration und Teilnahme an der Gedenkveranstaltung am Halitplatz in Kassel
Treffpunkt: 13 Uhr am Rathaus am 6. April 2017 in Kassel

Facebook-Veranstaltung
Download Faltblatt
Aktuelle Informationen zur Demonstration über #KeinNaechstesOpfer
Oder folgt uns auf Twitter: @Ini6April

AUFRUF

Auf dem Weg zum Tribunal NSU-Komplex auflösen (17.-21.Mai 2017) laden wir alle demokratischen, antirassistischen, antifaschisten Gruppen, Netzwerke und Einzelpersonen nach Kassel ein.

Kassel ist der Ort an dem Halit Yozgat als das 9. Mordopfer des NSU am 06. April 2006 in seinem Internetcafé in Kassel ermordet wurde. Während der Mordzeit befand sich der damalige Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes Andreas Temme im Internetcafé.

Nur ein Monat nach dem Mord in Dortmund und Kassel organisierte die Familie Yozgat, zusammen mit der Familie Şimsek und der Familie Kubaşık den bundesweiten Trauerzug „Kein 10.Opfer“, an dem 4000 Menschen teilnahmen. Die Route begann am Internetcafé und und endete am Kasseler Rathaus. Mit Transparenten und Reden wurde bereits vor 11 Jahren auf einen rassistischen Hintergrund der Taten hingewiesen und die politischen Vertreter*innen wurden aufgefordert diese Mordserie zu stoppen und die Täter*innen zu nennen. Die Angehörigen erkannten sehr früh, dass es hierbei um eine rassistische Mord- und Bombenserie handelt. Ein Jahr später wurde eine deutsche Polizistin ermordet.
Mit dem Öffentlich-werden des NSU im November 2011 bestätigte sich dieses migrantisch-situierte Wissen der betroffenen Familien und ihrer Communities. Der NSU enttarnte sich selbst.

Im NSU-Komplex zeigen sich die Zusammenhänge von Alltagsrassismus, Rassismus in Institutionen und Behörden (siehe z.B. Racial Profiling der Polizei) und neonazistischen Gewalttaten. Dies zeigt sich zum Beispiel in Opfer-Täter-Umkehr, in rassistischer Medienberichterstattung, in Verbindungen des deutschen Geheimdienstes mit der rechtsextremen Szene, in der Tatsache, dass Neo-Nazis beim Verfassungsschutz angestellt sind, dass der Verfassungsschutz das Netzwerk NSU finanzierte, dass  Politik und Behörden Aufklärung verhindern und im Vernichten von Beweismitteln.
Mit den Taten des NSU-Komplexes wurde wir alle  – die Gesellschaft der Vielen  –  attackiert. Daher müssen wir gemeinsam darauf antworten, denn der Prozess am OLG in München kann viele der offenen Fragen nicht verhandeln.

Als Kasseler Initiative 6. April laden wir alle anti-rassistischen, anti-faschistischen Gruppen zu einer Demo nach Kassel ein: am 6. April 2017 wollen wir das Motto der Trauerdemonstration „Kein 10.Opfer“ aufgreifen. Mit allen solidarischen Begleiter*innen der Familie Yozgat wollen wir am 6. April zahlreich in Kassel auf die (Halit)straße gehen und uns ihrer Forderung von vor 11 Jahren anschließen: Kein nächstes Opfer!

Die Demo beginnt um 13:00 am Rathaus Kassel. Gemeinsam werden wir der Einladung der Familie Yozgat zur Gedenkveranstaltung für Halit am Halitplatz folgen und dort enden.

Wir bitten euch Fahnen/Symbole eurer Gruppe/Organisation/Partei deswegen an diesem Tag zu Hause zu lassen.

NSU-Komplex auflösen! Kein nächstes Opfer!

Wer Flyer & Plakate bestellen möchte kann dies gerne per E-Mail:
initiative.6.april [AT] gmx.de

 


Bir kurban daha istemiyoruz! NSU kompleksi dağıtılsın!

Yürüyüşe ve Halit Platz’da anma toplantısına Çağrı!
Başlangıç: 6 Nisan 2017, saat 13:00 Rathaus / Kassel

17.-21. Mayıs 2017 tarihleri arasında yapılacak NSU Kompleksi dağıtılsın tribunali öncesinde bütün demokratik, anti faşist ve ırkçılık karşıtı grupları, örgütleri ve bireyleri Kassel’e davet ediyoruz.
Halit Yozgat’ın kendisine ait internetcaféde, NSU’nun 9. kurbanı olarak, katledildiği kenttir Kassel. Cinayet anında o zamanlar Hessen Eyaleti Gizli Servisi (Verfassungsschutz) çalışanlarından Andreas Temme de internetcaféde bulunmaktaydı.
Dortmund ve Kassel cinayetlerinden sadece bir ay sonra Yozgat ailesi; Şimşek ve Kubaşık aileleriyle birlikte, “10. Kurban istemiyoruz” sloganı ile bir “yas yürüyüşü” düzenledi ve bu yürüyüşe tam 4000 kişi katıldı.
O zamanki yürüyüş hattı internetcaféde başlayıp Rathaus Kassel’de tamamlanmıştı. Daha 11 yıl önce taşınan pankartlarda ve yapılan konuşmalarda cinayetlerin geri planındaki ırkçılığa dikkat çekildi,siyasi temsilcilerden bu cinayetler serisinin durdurulması ve sorumlularının açıklanması talep edildi.Kurban yakınları daha en baştan görmüşlerdi ki; burada söz konusu olan ırkçı bir cinayetler ve bombalamalar serisiydi.
Bir yıl sonra bir Alman kadın polis öldürüldü.
NSU şebekesinin ortaya çıkması ile kurban yakınlarının, göçmen kökenli bilgileri doğrulanmış oldu. NSU kendi kendisini ele verdi.
Gündelik yaşama dağılmış ırkçılık, örgütlerdeki ve devlet kurumlarındaki ırkçılıklaneo nazi şiddeti arasındaki bağlantı, NSU kompleksinde kendisini açıkça göstermektedir. Bir örnek olarak söylersek, basının, haber metinlerinde kurbanla katili tersyüz etmesinde göstermektedir, Alman gizli servislerinin aşırı sağ çevrelerle olan bağlantılarında, neo-nazilerin gizli serviste eleman olarak çalışıyor olması gerçeğinde, gizli servis Verfassungschutz’un NSU örgütünü finanse etmiş olmasında, politikacıların ve devlet kurumlarının soruşturmaları engellemiş olmalarında ve delilleri yok etmiş olmalarında kendisini göstermektedir.

NSU cinayetlerinde hepimiz – bütün bir toplum – saldırıya uğramıştır. Bu nedenle yanıtı hep birlikte veermemiz bir zorunluluktur, Münih’teki Eyalet Yüksek Mahkemesi OLG açık duran bir çok soruya yanıt verme yeteneğinden yoksundur.

Kassel 6 Nisan Girişimi olarak bütün anti faşist gruplara ve ırkçılık karşıtlarına çağrımız Kassel’de yapılacak yürüyüşe katılmanızdır: 6 Nisan 2017 yürüyüşünde zamanında yapılan yas yürüyüşündeki “10. kurban istemiyoruz” sloganına sahip çıkıyoruz. Yozgat ailesi ile dayanışma içindeki bütün katılımcılarla birlikte, 6 Nisan günü büyük bir kitle ile Kassel’de sokakta (Halit-Straße’de) olacak ve onların bundan 11 yıl önceki taleplerine eşlik edeceğiz: Bir kurban daha istemiyoruz!

Yürüyüş saat 13:00’da Rathaus / Kassel’de başlayacaktır.
Yozgat ailesinin davetine uyarak Halit’i anma toplantısı için Halit Meydanına (Halitplatz) kadar onlarla birlikte yürüyecek ve yürüyüşü burada tamamlayacağız.
Örgütünüzün sembolü olan bayrak, flama ve pankartları evde bırakmanız ricasıyla.

NSU Kompleks dağıtılsın! Bir kurban daha istemiyoruz!

Rückschau: [Temme in der Klemme!] 11.07.2016

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Am 11.07 versammelten sich rund 50 Menschen vor dem Arbeitsplatz von Andreas Temme in der Fünffensterstr. 4 um in der Mittagspause seine Kolleg*innen und Passant*innen auf die unhaltbaren Zustände im NSU-Komplex aufmerksam zu machen.

Dringende Fragen und klaffende Widersprüche zu Temmes Einlassungen und seiner Rolle am Mord an Halit wurden während der Aktion über Transparente, Redebeiträge, Kreide-Zeichnungen, Luftballons und Flugblätter bis in die oberen Etagen des Regierungspräsidiums und auf die Straßen der Kasseler Innenstadt getragen.

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Aufruf: [Temme in der Klemme!] 11.07 12H Fünffensterstr.4

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Andreas Temme, heute unbehelligter Mitarbeiter des Regierungspräsidium Kassel, in der Fünffensterstr. 4, damals sogenannter Verfassungsschützer des hessischen Landesamtes für Verfassungsschutz, spielt eine zentrale Rolle im NSU-Komplex.

Am 06.04.2006 wurde Halit Yozgat in der Holländischen Straße in Kassel aus rassistischen Motiven in seinem Internetcafé ermordet. Zur Tatzeit befand sich Andreas Temme ebenfalls in diesem Internetcafé. Wenige Stunden vor dem Mord telefonierte Andreas Temme ungewöhnlich lange in seiner Rolle als V-Mann-Führer mit Benjamin Gärtner, einem Kasseler Neonazi. Daraufhin verließ er seine Dienststelle und machte sich auf dem Weg in das Internetcafé. Nach der Tat meldete sich Andreas Temme nicht bei der Polizei. Erst als die Polizei ihn nach der Tat ausfindig machte wurde er vorübergehend als Tatverdächtiger vernommen. Temme behauptete dann, er habe weder Schüsse gehört, noch den blutenden Halit Yozgat hinter der Theke liegen sehen. In zahlreichen Tatortsrekonstruktionen konnte dies eindeutig widerlegt werden. Außerdem ist Temme Sportschütze. Temme ist in seiner Heimatstadt Hofgeismar als „Klein-Adolf“ bekannt. In den abgehörten Telefonaten wurde Temme von Seiten des Verfassungsschutz Unterstützung zugesichert und es fiel der vielsagende Satz von Temmes Vorgesetzten:
„Ich sage ja jedem: Wenn er weiß, dass irgendwo so etwas passiert, dann nicht vorbeifahren. “
Erst als klar wurde, welche Position Andreas Temme bekleidet, wurde durch den damaligen Innenminister und heutigen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) aktiv verhindert, dass umfänglich gegen Temme ermittelt werden konnte. Außerdem ist bekannt, dass Temme in seiner Institution bereits auf den Zusammenhang des Mordes mit den anderen „Ceska-Morden“ aufmerksam machte, ohne dass weitere Details der Tatwaffe in den Medien bekannt gewesen wären.

Trotz alle dem kann er heute weiterhin in guter Position für das Land Hessen arbeiten und hat dabei Zugriff auf zahllose sensible Daten von Mitarbeiter*innen des Landes Hessen. Deswegen wollen wir die Behörde in der Fünffensterstraße 4
am 11.07.16
um 12 Uhr besuchen

um in der Mittagspause die Stadtgesellschaft, sowie seine Kolleg*innen auf diesen Skandal aufmerksam zu machen. Wir halten es für einen Zumutung, dass dieser Mann völlig unbehelligt mitten in Kassel arbeiten kann.

! Er ist es gewesen oder deckt die Mörder*innen !

Wir wollen die brennenden Fragen die schon lange im Raum stehen laut auf die Straße tragen und Temmes Kolleg*innen dazu auffordern Andreas Temme Fragen zu stellen. Kommt vorbei und bring your friends!

Temme, hören Sie auf zu lügen!
Wir fordern eine lückenlose Aufklärung des NSU-Komplex!
NSU-Komplex auflösen!

Initiative 6. April Kassel

Die Rede der Familie Yozgat zum 10. Todestag am Halitplatz in Kassel

Anlässlich des 10. Todestages von Halit am 6. April 2016 hat Ismail Yozgat über rassistische Kontinutäten seit dem NS und den Taten des NSU gesprochen und dargelegt warum die Umbenennung der Holländischen Straße in Halit Straße als Symbol und zur Erinnerung an alle NSU-Opfer wichtig ist.

Die Familie forderte das Gericht auf endlich eine Vor-Ort-Besichtigung am Tatort, im Internetcafé, zu machen, um die Lügen und Ungereimtheiten des damaligen Verfassungsschutz-Mitarbeiters Andreas Temme aufzuklären.

Hier zur geht es zum Transkript der Rede durch die Initiative 6.April

Einladung – Davetiye: Gedenken an Halit 06.04.2016

Sehr geehrte Freunde und Freundinnen,

unser Sohn Halit wurde im Alter von 21 Jahren durch Kugeln von Nazis ermordet.
Schweigt nicht. Vergesst nicht. Diese Sache ist unser aller Sache.
Lasst uns an Halits Todestag treffen und dafür stehen: Wir wollen kein nächstes Opfer!

 06.04.2016
15:30 Uhr
Halit-Platz in 34127 Kassel
(gegenüber Philipp-Scheidemann-Haus)

Değerli Dostlar,
Oğlumuz Halit 21 yaşında Nazi kurșunlarıyla öldürüldü.
Susmayın. Unutmayın. Bu dava hepimizin davası.

„Naziler bir daha insan öldürmesin“ demek için Halit’in ölüm yıl dönümünde buluşalım.

Tarih: 06.04.2016
Saat: 15:30
Yer: Halit-Platz, 34127 Kassel
(Philipp-Scheidemann-Haus’un karşısı)

Video-Installation und Diskussion im Rahmen des Dok-Fest

halit-strasse_still01Im Rahmen des Kasseler Dokumentarfilmfestivals Dok-Fest ist vom 11.11. bis zum 15.11. eine Videoinstallation von Fritz Laszlo Weber zu sehen.

Am Freitag, den 13.11.um 18:00 finden in Zusammenhang mit der Installation im Südflügel (KulturBahnhof) Gespräche zum Thema Halit-Straße in Kassel, Rassismus und widerständige Praktiken statt (Veranstaltung in deutscher Sprache). Es geht dabei um eine Perspektive auf Dokumentation und Archive unter Beteiligung eines Archivtheoretikers und Vertretern des Projektes pad.ma. Auch eine Vertreterin des Initiative 6. April wird zugegen sein.

Die Arbeit von Weber ist aus einer langjährigen Auseinandersetzung mit dem Mord des NSU an Halit Yozgat in Kassel entstanden. In HALIT-STRASSE, KASSEL, HESSEN, DEUTSCHLAND werden Fragen nach der Auseinandersetzung und Aufarbeitung gestellt. Auch werden jene Strategien und Politiken des Zeigens sichtbar, die täglich darüber entscheiden, welche Nachrichten, Geschichten, Namen und Hintergründe gesehen und welche von der öffentlichen Wahrnehmung ausgeschlossen werden.

Der Beitrag von Weber steht im Kontext der Rubrik „Monitoring“ des Dokfest (link).

 

Gedenkveranstaltung für Halit Yozgat am 06.04.2015, 16h, Halitplatz-Kassel

Liebe Blogleser*innen!

wir rufen auf zur Teilnahme an der Gedenkveranstaltung zum 9. Todestag von Halit Yozgat.

Die Veranstaltung wird von der Stadt Kassel organisiert und beginnt um 16.00 Uhr am Halitplatz.
Es gibt ein paar Reden: u.a. von OB Hilgen, dem türkischen Generalkonsul Ufuk Ekici, Ismail Yozgat und Barbara John

Nicht zuletzt angesichts der jüngsten Aussagen im hessischen NSU-Untersuchungsausschuss (zum Thema Andreas Temme und der Rolle des Verfassungsschutzes), bleibt es wichtig, solidarisch mit der Familie Yozgat zu sein und dies öffentlich zu zeigen.

Lasst uns zahlreich erscheinen und zeigen, dass wir mit der Familie Yozgat stehen und die Aufarbeitungsversuche des Mordes weiterhin kritisch verfolgen!

Initiative 6. April

 

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Download des Ansteckflyers hier: 6April_Gedenkveranstaltung_2015_Flyer_16Uhr

Rückblick auf die Straßenumbenennung vom 4.11.2014

Am 04. November 2011 kam es zur selbst Enttarnung des ‚Nationalsozialistischen Untergrunds‘ NSU. Die Initiative 6. April hat an diesem Tag in Kassel eine symbolische Straßenumbenennung durchgeführt wie zeitgleich bundesweit zahlreiche anderen Initiativen, die gemeinsam die Perspektive der Angehörigen der Opfer dieser rassistisch motivierten und gesellschaftlich und politisch gedeckten Morde stark machen.

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Bundesweite Straßenumbenennungen im Gedenken an die Opfer des NSU

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04.11.2014 – In Kassel sind die Mombachstraße und die Holländische Straße umbenannt worden im Gedenken an Halit Yozgat und die Opfer des Bombenanschlages in der Keupstraße. (Foto: Ginka Hölzel)

Gedenken an Opfer des NSU in zehn deutschen Städten

Straßenumbenennungen in Köln, München, Nürnberg, Kassel, Jena, Berlin, Göttingen, Bremen, Wuppertal und Frankfurt a.M.

Am 4. November 2014, drei Jahre nach dem Auffliegen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU), wurden zeitgleich in ganz Deutschland und auch in Kassel Straßen in Gedenken an die Opfer der rassistischen Mordserie und der Bombenanschläge umbenannt. Rund 500 Personen nahmen bundesweit an den Gedenkveranstaltungen teil. Eingeladen hatte ein Zusammenschluss von Initiativen, der eine lückenlose Aufklärung des NSU- Komplexes fordert.
„Uns war es wichtig am heutigen Jahrestag den Blick auf die NSU-Opfer zu lenken und die Angehörigen in ihrer Forderung nach einem würdigen Gedenken zu stärken“, kommentierte Manuel Friedrich vom Initiativenbündnis. Zu häufig werde den Wünschen der Betroffenen nicht entsprochen.
Im Laufe der Mord- und Anschlagserie des NSU wurden die Betroffenen immer wieder einer Opfer-Täter-Umkehrung ausgesetzt. Sie wurden von den Ermittlungsbehörden verdächtigt und in der medialen Öffentlichkeit mit rassistischen Zuschreibungen wie „kriminelle Ausländermilieus“ stigmatisiert. Gleichzeitig konnten die Täter über Jahre hinweg unbehelligt morden.
„Die Betroffenen haben über die ganzen Jahre auf die offensichtlich rassistische Motivation der Taten hingewiesen. Ihre Perspektive wurde jedoch missachtet. Für diese Perspektive machen wir uns stark. Während der NSU-Terror Orte und Menschen mit Leid und Schrecken überzog, spannen wir heute zwischen ihnen ein symbolisches Band der Solidarität“, so Friedrich.

Fotos der Straßenumbenennungen
http://www.bit.ly/nsuopfer
Überregionaler Pressekontakt
Initiative „Keupstraße ist überall“, 01577 / 5978457, medien@keupstrasse-ist-ueberall.de
Köln, 04.11.2014